Skateboarden bei Olympia 2020

Skateboarden als Olympia Disziplin? Nicht jeder Skater ist von dieser Idee begeistert, fürchtet er doch um den authentischen Lifestyle des Sports und die bevorstehende Kommerzialisierung.

Seit jeher steht Skateboarden für Coolness, für geschmeidige Bewegungen, für lange Haare, für Freiheitsliebe, für Individualität, für das Anderssein. Reich wurde man mit dem Skateboarden im Normalfall in der Vergangenheit nicht und das war für die meisten Skater auch nicht sehr wichtig. In der Szene zählte immer schon das Miteinander, der Respekt, das Weiterkommen und gegenseitige Zeigen von Tricks und Finten. Der oder die Beste ließ sich dabei kaum bemessen.

Und jetzt soll Skateboarden Teil der Olympischen Spiele werden? Nachdem Skateboarden 2014 erstmals bei den Olympischen Jugendspielen im chinesischen Nanjing Nanjing vertreten war, ist für die Olympiade 2020 in Tokio das Skateboarden nun ebenfalls als fester Bestandteil vorgesehen. In den Disziplinen „Street“ und „Park“ werden mehr als 80 Skateboarder, Männer und Frauen, am größten Sportereignis der Welt teilnehmen.

Seit 1894 sind die Olympischen Spiele stets gewachsen und mittlerweile ist fast jedes Land der Welt mit seinen besten Sportlern vertreten. Eine große Bühne also und eine riesige Chance, den Sport in den Fokus zu rücken, hierbei für die Künste der Skateboarder in der Sportwelt mehr Würdigung und Anerkennung zu bekommen.

Ebenso wie das Skateboarden kommt 2020 in Tokio neu das Surfen als junge, hippe Sportart hinzu. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will die Olympiade merklich verjüngen und damit alle Altersgruppen ins Boot holen. Schon 2012 war Skateboarden als Olympia-Sportart im Gespräch, doch damals gab es massiven Protest seitens der Skateszene, die sich vor allem nicht dem Radsport-Weltverband UCI unterordnen wollte.

Doch warum nicht darauf einlassen? Im besten Fall profitieren Skatesport und Olympische Spiele schließlich voneinander. Und die Kommerzialisierung? Die hat sowieso längst begonnen. Sponsoring, Werbeverträge und Millionendeals einiger weniger Skater sind mittlerweile gar keine Seltenheit mehr. Giganten wie Nike, Toyota, Roxy oder Red Bull sind gern und ganz vorn mit dabei.

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