Neal Unger – nie zu alt zum Skateboarden

Man ist immer nur so alt, wie man sich fühlt und niemals zu alt zum Skateboarden. Diesem Motto folgt der Kalifornier Neal Unger, der in späten Jahren das Skateboarden erst so richtig für sich entdeckte. Dabei geht es ihm nicht darum, wie gut er als Skater ist, sondern wie er jung und in Form bleiben kann, seine Muskeln stärkt – und für Konfusion sorgt: Ein Mann über 60 mit grauem Haar auf dem Skateboard.

1957 in Anaheim geboren stand Neal Unger schon mit fünf Jahren erstmals auf einem Skateboard, mit neun begann nach einem Umzug nach San Diego die Liebe zum Surfen auf Wellen und Asphalt. Beim Erlernen von Tricks ließ er sich Zeit. Den ersten Kickflip schaffte er schließlich mit 52. Seine ruhige Herangehensweise an das Skaten kann mit dem Meditieren und Philosophieren erklärt werden, zwei Beschäftigungen, die neben dem Skateboarden ebenfalls in seinem Leben eine wichtige Rolle spielen.

2013 schrieb Neal Unger ein Buch über seine Passionen, „Dude Logic“, worin er die Reflexionen und Erkenntnisse teilt, die er aus dem Skateboarden gewonnen hat. Skaten beruhigt und erleichtert die Gedankengänge. Neal Unger ist davon überzeugt, dass er seine Haltung im Sport auch in anderen Lebensbereichen anwenden kann.

Als Mann der Visionen und der Tat wendet er seine Philosophie ganz praktisch an. In Anaheim arbeitet er für eine Vereinigung, die sich benachteiligten Kindern widmet, und verhindert, dass diese einen Weg in die Welt der Gangs und Drogen einschlagen. Mit der „Next Up Foundation“ gibt Neal Unger Skatekurse nach Schulende und gibt den Kindern, ganz von selbst, ein Vorbild.

Neal Unger hat es geschafft, trotz seiner eher simplen Skatefähigkeiten, eine Karriere im Skateboarden zu haben. Sponsoren ermöglichen ihm das Skaten in Deutschland, den USA oder in Südafrika. In Skaterkreisen hat er einen Namen. Neal Unger hat einfach Freude daran, trotz alterndem Äußeren im Inneren jung zu bleiben und sich wie ein Kind zu benehmen. Klingt fantastisch. Auf in den nächsten Skatepark.