Powerslide, Rollerblade, K2, Matter, MPC, Cado Motus, Bont, Skike, Hyper und wie sie alle heißen. Chicago ist nicht mehr dabei.

Bedauerlich, denn die Marke Chicago aus den USA hatte 1960 das erste Patent auf der Inliner-Idee, den in einer Reihe hintereinander angeordneten Rollen.

Richtig bekannt wurden sogenannte Inliner aber erst, als den zwei Brüdern Scott und Brenan Olson der Schuh in einem Laden auffiel. Sofort war ihnen klar, dass dies ein Hit insbesondere bei Eishockeyspielern sein würde, um auch außerhalb der Saison trainieren zu können. Sie riefen in Minneapolis die Marke Rollerblade ins Leben, die so erfolgreich wurde, dass der Name Rollerblade heute für viele zum Synonym für das Inliner-Skaten geworden ist.

Wie so häufig in den USA entstanden Idee und Firma in der heimischen Garage der Eltern. Hier bastelten die Brüder Olson 1979 an einem Inliner-Schuh mit zeitgemäßeren Materialien und einem stabilen Schuh, wie man ihn auch vom Eishockey her kannte.

Die Marke Rollerblade war geboren und ziemlich schnell sehr erfolgreich. Insbesondere Wintersportler entdeckten die Inliner für ihr Sommertraining. Die Brüder Olson zogen sich aus dem Geschäft zurück und die Firma Rollerblade wurde mehrmals weiterverkauft. Zunächst an den Inhaber von Roces, später gehörte Rollerblade zur Benetton Sports System Gruppe, wie auch zu Tecnica.

Heute ist Rollerblade Teil der Nordica Gruppe. Der ein oder andere wird sich daran erinnern, wie in den 80er und 90er Jahren das Inlinerfahren trendy wurde, die Füße dazu in einen harten Boot geschnallt wurden, ähnlich dem Skilaufen. Qualmende Socken und Unbeweglichkeit waren die Folge. Die Marke K2 brachte 1995 Erlösung und stellte den Soft Boot vor, eine Mischung aus Plastik und Textilstoffen.

Heutzutage sieht man auf den Straßen vorwiegend Soft Boot-Inliner, Hard Boots sind eher dem sportlicheren Fahrstil und dem Einsatz bei Rennen vorbehalten.

Inlinerfahren ist innerhalb einer faszinierend kurzen Zeitspanne zu einem allseits beliebten Sport geworden.